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SWTOR: Auf der Suche nach Copero – Eine Kurzgeschichte

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    • SWTOR: Auf der Suche nach Copero – Eine Kurzgeschichte

      “Copero.”

      Pova nahm das angebotene Datenpad entgegen und gab den Namen des Planeten ein. Das matte Licht des Geräts sandte ein grünes Funkeln durch die in Schatten gehüllte Gasse, das sie an ihre Heimat denken ließ. Die bedrohlich aufragende Silhouette von Nar Shaddaa war so völlig anders, als die endlosen Grasmeere und Ebenen ihrer Heimatwelt.

      Als sie das Datenpad zurückgab, huschte der Lichtkegel über das Gesicht ihres Kontakts und sie konnte einen besseren Blick erhaschen. Gutaussehend, aber müde, ein Auge von Kybernetik verborgen. Er tippte ein paar Mal auf das Datenpad. Vermutlich suchte er auf einer galaktischen Karte nach Copero. Sie schüttelte den Kopf. "Planeten vom Reich der Chiss sind nie korrekt vermerkt. Man kann ihn auf normalen Sternenkarten nicht finden."



      Ein Lächeln zuckte um seine Mundwinkel, doch er besann sich und konzentrierte sich mit ernstem Gesichtsausdruck auf das Datenpad. "Das sind keine normalen Sternenkarten. Wer ist Eure Quelle?"

      "Anonym." Pova warf einen vorsichtigen Blick auf die beiden Enden der Gasse. "Es sei denn, der Betrag hat sich verdoppelt, als ich gerade nicht hingesehen habe."
      "Verdoppelt? Ich hätte wissen müssen, dass die neue Jacke den Eindruck erwecken würde, ich würde in Credits schwimmen." Der Kontakt kratzte sich gedankenverloren am Hinterkopf, sagte aber nichts mehr, während er weiterlas.

      "Was Ihr mir jetzt bezahlt, genügt, um später unterzutauchen. Wenn ich Euch die Quelle nenne, muss diese Person auch von der Bildfläche verschwinden. Doppeltes Verschwinden, doppelte Kosten."

      "Taucht zusammen unter. Spart Credits und macht mehr Spaß." Er sah auf und blickte in ihre Augen. "Das hattet Ihr sowieso vor, nicht wahr?"

      Pova zuckte so lässig wie sie nur konnte die Schultern. Sie wandte sich ab, um die Gasse entlang zu blicken und sein siegessicheres Grinsen nicht sehen zu müssen. Diesmal hatte er vergessen, es zu verbergen. "Zwei Leute bedeuten mindestens doppelte Verpflegungskosten. Außerdem muss ich an schickeren Orten übernachten, um sie angemessen zu beeindrucken. Wir Spione haben einen Ruf zu verlieren."

      "Stimmt. Wenn es Euch gelingt, mich zu beeindrucken, kann ich Euch weitere 50% versprechen."

      Pova gab vor, sich das Angebot durch den Kopf gehen zu lassen. Schließlich sah sie ihn wieder an. "Ihr Großvater war Mitglied des Chiss-Expansions- und Verteidigungskommandos, als die Chiss damals das Abkommen mit den Sith schlossen. Sein Team sollte zusätzliche Sicherheiten beschaffen, für den Fall, dass sich die Beziehungen verschlechterten."
      "Und diese 'zusätzlichen Sicherheiten' entsprechen meinen Angaben?"

      "Ich musste Langstrecken-Scans von einem Resort aus machen, das ein paar Kilometer entfernt ist, also hab ich es nicht wirklich zu Gesicht bekommen. Aber ja, es kann nichts anderes sein."

      "Das reicht mir als Bestätigung. Den Akten zufolge hat die Mitth-Familie auf Copero das Sagen. Ist das korrekt?"





      Pova schüttelte erneut den Kopf. "Ihr Schiffsbau-Unternehmen läuft gerade nicht gut. Haus Inrokini hat ihnen mit einer großen Investition aus der Klemme geholfen, also sind sie jetzt an der Macht. Natürlich geht Mitth damit nicht hausieren."

      "Klingt, als müsste ich mir ein paar Freunde bei den Inrokinis suchen." Der Kontakt ließ sein Datenpad in den Tiefen seines Mantels verschwinden und warf einen Blick auf den Chrono an seinem Handgelenk. "Wie habt Ihr Euch kennengelernt?"

      Pova versuchte nicht einmal, ihre Überraschung zu verbergen. "Was?"

      "Eure Quelle." Mit den Händen in den Taschen lehnte sich der Kontakt entspannt an das Gebäude hinter ihm. "Ich liebe romantische Geschichten. Wie seid Ihr ihr begegnet?"
      Pova verzog das Gesicht, gab aber schließlich nach. "Wir saßen im selben Zug auf Corellia. Uns war schnell klar, dass wir beide Spione waren, also jagten wir uns gegenseitig durch die Stadt, schossen das eine oder andere Mal auf einander ... Ihr wisst ja, wie es ist, wenn man jemanden trifft, den man mag."

      "Offenbar nicht."

      "Na ja, als uns die Munition ausging und es auf einen Messerkampf hinauslief, kamen wir ins Gespräch und fanden heraus, dass keine von uns beiden den Auftrag hatte, die andere zu töten, also einigten wir uns darauf, getrennte Wege zu gehen." Pova lächelte, während sie abermals prüfte, ob die Gasse noch leer war. "Am nächsten Morgen steige ich in meinen üblichen Zug und wer sitzt da, beinahe ebenso übel einbandagiert wie ich?"

      "Ein ähnlicher Modegeschmack ist immer ein gutes Zeichen."

      "Natürlich sollten wir eigentlich keinen Kontakt haben, aber die Verbände waren der ideale Vorwand, ein Gespräch zu beginnen. Sie nannte mir ihren Decknamen, ich nannte ihr meinen, wir erzählten uns unsere ausgedachten Geschichten, wie es zu unseren Verletzungen gekommen war. Wir haben beide unsere Haltestellen verpasst, weil wir so sehr lachen mussten. Von da an haben sich die Dinge einfach so entwickelt."

      Der Kontakt richtete sich auf, seine Hände blieben jedoch in seinen Taschen, und wandte sich einem Ende der Gasse zu. "Apropos Haltestellen verpassen, ich muss mich langsam auf den Weg machen. Glücklicherweise ist es diesmal kein Zug." Er nickte ihr kurz respektvoll zu, bevor er sich abwandte und davonschlenderte. Pova setzte sich in die entgegengesetzte Richtung in Bewegung, als sie erneut seine Stimme vernahm.

      "Es muss schwer gewesen sein."

      Sie wandte sich um und sah, dass er über seine Schulter zu ihr zurück schaute. Seinen Gesichtsausdruck vermochte sie nicht zu deuten. Er fuhr fort. "Unterschiedliche Jobs, unterschiedliche Ziele, jede Menge Geheimnisse. Verdammt, Ihr habt Euch fast gegenseitig umgebracht."

      Pova dachte kurz darüber nach. Öliger Regen begann auf sie herabzufallen. Die dicken Tropfen prasselten auf die Landschaft aus Metall und Glas, die sie umgab. "Wenn man weiß, dass etwas richtig ist, tut man alles, was nötig ist."

      Der Kontakt starrte einen Moment lang in die Ferne und nickte dann nachdenklich. Der Regen wurde stärker, als die Dunkelheit der Gasse den Kontakt verschluckte. Povas Schiff wartete. Sie wandte sich ab und bahnte sich mühelos einen Weg durch die Massen, die Nar Shaddaas Meer aus regennassem Durastahl und funkelnden Lichtern bevölkerten.

      Erfahrt mehr über das Update 'Verrat unter den Chiss' am 28. November!





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